Craftbierfest 22.+23.11.2019

Craftbierfest 22.+23.11.2019

WIENER BIERWOCHEN

Einer der Fixpunkte der Wiener Bierwochen ist auch heuer wieder das Craftbierfest Wien in der Marxhalle im 3. Bezirk. Die Übersiedlung aus der MGC-Halle hat dem Fest wirklich gut getan, ausreichend Platz statt Gedränge und auch der hohe Raum schaffen eine deutlich angenehmere Atmosphäre im Vergleich zu den früheren Räumlichkeiten. Da fühlt man sich gleich wohl!

Heuer haben wir beschlossen, uns neben dem Gastland Finnland auf kleine Brauereien aus Wien zu konzentrieren. Erste Anlaufstation ist daher Illegal Brewing, wo wir uns auf ein gar nicht so illegales, aber sehr gutes Wiener Lager #WL001 und ein kurzes Gespräch mit Braumeister K. (er möchte anonym bleiben) verweilen.

So erfahren wir dass Illegal Brewing es geschafft hat, mit dem Wiener Lager in den Shops der OMV gelistet zu werden, ein schöner Erfolg für die junge Brauerei. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg und ziehen nach einem Black Cherry Stout #ST102 einen Stand weiter.

Nächste Anlaufstelle ist das im hinteren Bereich angesiedelte Laxenburger Brauhandwerk, kurz LAX. Die existieren seit 2014 und sind auch schon ein paarmal beim CBF gewesen, heuer haben wir endlich mal Gelegenheit zur Probe. Lax hat fünf Biere am Start: Sommer Pils, Weisse, Hopfenkeller, Pale Alex Austrian Pale Ale sowie Monk’s Delight Dubbel – wir entscheiden uns für ein Hopfenkeller und ein Monk’s Delight. Die Biere enttäuschen nicht. Tolle Sache!

Im Gespräch erfahren wir dass LAX derzeit Gipsy Brewing betreiben und auch schon eine erfreulich große Anzahl von Gastwirtschaften die Biere im Sortiment hat. Den Erfolg kann man ihnen nur gönnen, die Qualität der Biere ist aber auch wirklich gut. Das Hopfenkeller ist ein schön erfrischendes, nicht zu hopfiges Bier für jede Gelegenheit, das Dubbel hat Kraft und Charakter. Passt!

Auf nach Finnland !

Zeit für die Gäste aus dem hohen Norden, eine Visite bei Vakka-Suomen Panimo Osakeyhtiö aus Finnland steht an. Die beiden Herren am Stand können uns sogleich für ihr Rauchbier begeistern und wir gönnen uns einen ordentlichen Schluck. Die Brauerei existiert seit 2008 und hat ein recht breit aufgestelltes Sortiment anzubieten; leider wird es schwierig werden diese bei uns zu bekommen, da sie noch nicht im österreichischen Handel erhältlich sind. Das bedauern wir bei einem weiteren Schluck vom wirklich ausgezeichneten Rauchbier und nehmen sicherheitshalber gleich ein Vierertragerl mit. Man weiß ja nie…

Weiter nach Ungarn

Da die anderen finnischen Brauereien ihre Stände zu der frühen Stunde noch eher verwaist zurückgelassen haben besuchen wir die freundlichen Leute von Monyo aus Budapest, dort werden wir fröhlich empfangen und gleich mal mit einem Nutty Porter bewirtet das auch in der von Monyo bekannten hohen Qualität voll punktet. Da Monyo bei uns inzwischen problemlos erhältlich ist, müssen wir keine weiteren Flaschen einpacken und plaudern ein wenig mit dem Standpersonal das uns begeistert von der lebendigen Bierszene in Budapest und dem dortigen Craftbeer Festival berichtet – na von dort könnte man ja auch mal bloggen…

Zurück nach Österreich

Doch zurück zu den inländischen Brauereien, da gibt’s auch noch was zu kosten und langsam aber sicher spürt man zur vorgerückten Stunde auch den Alkohol… da käme eine kleine Stärkung jetzt ganz recht, aber interessanterweise haben sich bei den Food Trucks weit mehr Menschen eingefunden als bei den Bierständen. Also doch weiter mit Flüssigem und somit zur 6 Beers Brewing Co. aus Breitenfurt, wo wir es nicht bereuen, das High’n’dry Brut IPA zu probieren mit dem 6 beers immerhin die IPA-Staatsmeisterschaft gewinnen konnte. Begeistert kosten wir noch ein Limelight Milkshake IPA das mit schön rundem Geschmack und fein milchiger Note erfreut.

Praktischerweise ist gleich daneben der Stand von Tschöams, und deren No Brexit IPA ist gerade der Renner beim Publikum. Das wird auch gleich probiert, und auch hier darf man erfreut feststellen: Schmeckt.

Da mittlerweile die Menge der verkosteten Biere ihren Tribut fordert und auch die Chips sich auf einen einzigen reduziert haben beschließen wir den Abend mit einem zweiten No Brexit (was den Briten nix bringt, aber ein befriedigendes Gefühl hinterlässt) und machen uns auf den Heimweg.